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Otgonbayar Chuluunbaatar wurde im westmongolischen
Altaigebirge geboren. Sie lebte bis zu ihrem Studium in einer
Nomadenfamilie und gehört dem Minderheitenvolk der Zakhchin an. Diese
weisen lediglich eine Population von 25.000 Menschen auf, sprechen einen
eigenen Dialekt und halten ihre eigene Tradition lebendig. Besonders von
Bedeutung ist dabei das von der Majoritätsbevölkerung der mongolischen
Khalkha sich unterscheidende Liedgut der Zakhchin. Ihre seit
Generationen mündlich überlieferten Lieder werden lediglich von
wenigen Sängern und Sängerinnen weitergegeben. Der kapitalistische
Wandel des Marktes während der letzten Jahre brachte jedoch für die
Nomadenbevölkerung große Veränderungen. Ihre Jugend ist mehr an
westlicher Musik interessiert und viele suchen ihr Lebensglück in der
Stadt. Da es bisher keine permanente Liedgutforschung sowie
Aufzeichnungen dieser Lieder gibt, besteht aus den angeführten Gründen
die Gefahr, dass dieser musikalische Schatz der Zakhchin in Verlust zu
geraten droht. Otgonbayar ist seit ihrer Jugend in ihrer Heimat als Sängerin
bekannt. Schon damals tourte sie mit dem "Ülgerijn dalai
Ensemble" durch die Regionen der Mongolei und trat sowohl in der
Staatsoper als auch im "National Academic Drama Theater" in
Ulaanbaatar auf. Weiters wurde sie für die Gesangsaufnahmen der "The
Collection of the best Mongolian Songs" (Mongolyn Šildeg Duu No.
4) engagiert und mehrfach ausgezeichnet. Der Zakhchin- Sängerin Otgonbayar liegt sehr viel an der Erhaltung
des traditionellen Kulturgutes ihres Volkes. Sie leistet persönlich im
Bereich des Gesanges einen Beitrag dazu, und setzt seit 2004 mit ihrem
Mann die gemeinsame Idee um, im verschwinden begriffene Liedtexte und
Melodien der Nomaden bei den wenigen bereits betagten Sängern zu
sammeln. Bereits 2005 wurde die erste Musik-CD "Lieder des Volkes
der Zakhchin in der Westmongolei" im Studio S-3 von Radio Krakau
eingespielt. Ein Teil der Gesänge wurde traditionsgemäß ohne
instrumentale Begleitung aufgenommen, zu einigen Liedern improvisierte
der in Krakau lebende Maler Wolfgang Hofer
auf der Gitarre. Beim folgenden Besuch in der Mongolei wurden auch die
Lieder mit ungewohnter Instrumentalbegleitung von Otgonbayars
Landsleuten positiv aufgenommen. Vom Erfolg angespornt wurde in den
Sommern 2005 und 2006 weiteres Material in der heimatlichen Steppe
gesammelt. Oft war Otgonbayar mit ihrem Mann mehrere Tagesreisen per
Pferd unterwegs, um die letzten noch lebenden Sänger auf den etwa 3000
m hoch liegenden altaischen Sommerweiden aufzusuchen Im Frühjahr 2006
konnte erneut eine CD mit dem Titel "Zast Altai" mit 27
traditionellen Zakhchinliedern veröffentlicht werden. Ein Teil der
Lieder wurde im polnischen Radio erstmals öffentlich vorgestellt.
Musikprojekt
"Bewahrung traditioneller Musik der westmongolischen
Zakhchin"
durch die Sängerin Otgonbayar Chuluunbaatar"
Weitere Informationen: zakhchinmusic@yahoo.de
Music-CD "Zast Altai" zakhchinmusic@yahoo.de